Montag, 8. Juli 2013

Fertig mit EBWL-Skript I - und den Nerven

Mithin folgt die EBWL dem antididaktischen Maximalprinzip, nämlich mithin einen gegebenenen Sachverhalt mithin in maximaler Unverständlichkeit zu erklären. Mithin ist "mithin" übrigens mein Lieblingswort in den Skripten. Ironiemodus off. Ganz ehrlich: Mithin denke ich mir, das Vokabular ist genau so verstaubt wie die didaktischen Fähigkeiten der Autoren.

Als absoluter BWL- und VWL-Neuling sind diese Themengebiete für mich grundsätzlich sehr mühsam zu lernen. Nachdem die Einführung in die VWL aber noch relativ überschaubar und interessant war, ja sogar Spaß gemacht hat, kostet mich die BWL wirklich den letzten Nerv (und die letzte Motivation). Dinge wie die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion werden einfach mal vorausgesetzt und ohne jede weitere Erklärung benutzt.Hätte ich nicht zuerst die VWL durchgearbeitet, wäre ich bei der BWL schon nach wenigen Seiten ausgestiegen. So fand ich aber gottseidank immer wieder einen roten Faden und konnte auf das VWL-Wissen zurückgreifen. Dabei zeigt mir ein Blick in die BWL-Alternativliteratur aber, dass man die Sachverhalte durchaus auch auf verständliche Weise darlegen kann.

So habe ich mich durch die ersten 80 Seiten (von 116) des ersten Skriptums gekämpft und war sogar ganz guter Dinge, bis...ja bis Herr Professor Hering sich der Gutenberg-Produktionsfunktion gewidmet hat. What the f***!? Was wollte er mir da erklären? Was, verdammt nochmal, hat der Kraftstoffverbrauch eines Vierzylinder-Viertakt-Boxermotors in einem EBWL-Skript verloren (jaja, ich kenne die Antwort)? Studiere ich etwa versehentlich Maschinenbau?

Nachdem ich dieses Thema also erstmal übersprungen und auf später vertagt habe, konnte ich ob der nun fehlenden Motivation nur noch halbherzig weitermachen und mich der Kostentheorie widmen. Leider war die Kostentheorie kein Bestandteil der VWL und so erfuhr ich ein weiteres Mal am eigenen Leib, wie es einem geht, wenn man sich ohne jegliches Vorwissen aus diesem katastrophalen Skript einen Sachverhalt erarbeiten muss.

Sowohl in Wirtschaftsinformatik als auch in der VWL konnte ich locker meine 20 Seiten Tagessoll in <2h erarbeiten. Bei der EBWL sitze ich für 20 Seiten eher 2,5-4 Stunden (allerdings incl. Wiederholen und Alternativliteraturrecherche). Jetzt warten noch drei weitere dieser Skripten auf mich. Hallelujah!

Ich bin mir aktuell noch nicht ganz im Klaren, wie ich weitermachen soll. Reicht etwa das Hering Klausuren-Buch? Böse Zungen behaupten ja, der werte Professor habe die Skripten bewußt an manchen Stellen so unverständlich geschrieben, damit die Studenten sein Buch kaufen. Bis jetzt finde ich im Buch allerdings fast 1:1 den Wortlaut der Skripten wieder, aber vielleicht ändert sich das im weiteren Verlauf noch.

Alles in allem muss ich mich jetzt erstmal wieder etwas fangen und neue Motivation schöpfen. Den Schwerpunkt bei der Klausur werde ich aber definitiv auf die VWL legen. Meines Erachtens sind die Autoren der VWL-Einführung am Boden der Tatsachen geblieben und haben die Einführung auch wirklich eine Einführung sein lassen. Die Basics gut zu bringen hat viel mehr Sinn als alles Denkbare einfach nur irgendwie anzuführen. Die EBWL ist ein destruktives, arrogantes, hinterfotziges, orientierungsloses, metrosexuelles Monstrum. Jawohl!


Timetracker:
Einführung Wirtschaftsinformatik: 41h 30min
Einführung VWL: 45h 13 min
Einführung BWL:13h 17 min
Gesamt: 100h

Nachtrag: Ich bin mit der Gesamtlernzeit erstmals dreistellig!


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