Montag, 24. Februar 2014

Noch was zu tun befiehlt die Eitelkeit

Die letzten Wochen gehörten ganz der Statistik. Videos da, Bücher dort, Skripten hier, von allen möglichen Quellen musste ich mir den Stoff im wahrsten Sinne des Wortes erarbeiten. Dabei ist Statistik gar nicht mal so schwer, wenn man sie mal kapiert hat. Nach dieser bahnbrechenden Erkenntnis fühle ich mich nun aber auch in diesem Teilmodul relativ sattelfest. Es gibt zwar noch ein paar Fragenkomplexe, die ich bei der Klausur nicht unbedingt vorgesetzt bekommen möchte (z.B. den Wilcoxon Rangsummentest und dergleichen), aber die halten sich ziemlich in Grenzen. Im Ernstfall würde ich das wohl auch hinbekommen, zumindest teilweise. Es bleibt natürlich immer noch sehr viel Spielraum für Rechenfehler, da hilft alles Verständnis nichts. Trotzdem müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn ich diese Klausur nicht bestehen würde.

In Wirtschaftsmathe habe ich alle Klausuren bis 2000 durchgerechnet, in Statistik bis 2005 und die 10 Beispielklausuren aus dem Fernuni-Repetitorium-Skript - ganz einfach weil ich Spaß daran hatte. Vor allem bei den Multiple-Choice-Fragen können ganz schön fiese Kaliber kommen, bei denen man erst dreimal um die Ecke denken muss um zur richtigen Antwort zu kommen. Dann gab es immer wieder mal Antwortmöglichkeiten, die nicht genau genug ausformuliert waren, um sie definitiv zu beantworten. Das Problem kenne ich bereits aus der Wirtschaftsinformatik.

Ein Beispiel dazu ist etwa ein Simplex-Tableau mit vier Basisvariablen (x1,x2,x3,x4). Eine Antwort war "x1 x2 und x3 sind Basisvariablen des Tableaus". Obwohl hier x4 fehlte, war die Antwort meines Erachtens nicht falsch, denn x1, x2, x3 waren ja Basisvariablen. Laut Musterlösung wäre die Antwort aber dennoch falsch gewesen. Bullshit, dann hätte es heißen müssen "x1 x2 und x3 sind ALLE Basisvariablen des Tableaus". Hätte ich das bei der Klausur so vorgesetzt bekommen und falsch beantwortet, wäre mein Einspruch gewiss gewesen.

Jetzt bin ich in der seltenen Verlegenheit, die Zeit bis zur Klausur absitzen zu müssen. Bis Ende des Monats werde ich wohl noch ein wenig rumrechnen und mir eventuell doch nochmal die Parametertest zu Gemüte führen, dann kommt wieder das Externe Rechnungswesen dran. Auf diesen Schwachsinn Darauf habe ich aktuell wirklich null Bock, vor allem wegen der vernachlässigten Steuerlehre. Trotzdem bin ich - im Vergleich zum ersten Semester - ziemlich entspannt und muss gottseidank keine Lernmarathontage mehr hinlegen.

Timetracker:
Buchführung: 46h 28min
Steuerlehre: 6h 30min
Jahresabschluss: 44h 20min
Grundlagen der Wirtschaftsmathematik: 46h 24min
Statistik: 76h 14min
Gesamt (Semester): 219h 56min

Anmerkung:
Durch ein (ungewolltes) automatisiertes Update wurden meine gesamten Timetracker-Daten gelöscht. So ein Käse!!! Obige Daten beruhen auf ein Gedächtnisprotokoll von gestern, wo ich glücklicherweise die Daten noch schnell überflogen habe.

Kommentare:

  1. Ich bin glücklicherweise mit dem anderen Modul seit Samstag durch. Jetzt wird nur noch Statistik gekloppt und dann in der letzten Woche auch noch Mathe dazu. Dann kann die Klausur kommen \o/

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    1. Hi,

      ich hab von deiner OOP-Klausur schon gelesen. Blöd, dass die nicht so wirklich gut gelaufen ist. Je besser man ein Fach lernt, desto schwerer wird dann die Klausur, insbesondere die eigene. Aber ich bin mir sicher, dass die Lehrstühle durchwegs sehr kulant mit den Punkten sind und ggf. auch nachjustieren, sonst wären die Ergebnisse wohl noch verheerender.

      Ist OOP eigentlich immer schon so früh? Das würde mir generell wesentlich besser gefallen, weil dann einfach ein wenig Abstand zur nächsten Klausur wäre und man nicht ständig hin- und herswitchen müsste.

      MfG,
      Markus


      PS.: Statistik ist ein Schaf im Wolfspelz! (und ja, der Dreher ist Absicht ;))

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  2. Hey Markus,

    also es ist tatsächlich so, dass die Fakultät für Mathematik und Informatik die Klausuren einen Monat vor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft schreibt, also kann du zumindest bei Regelteilzeitbelegung dich die nächsten beiden Semester in der heißen Phase entspannen. Bin ich zumindest auch extrem froh drum.

    Gruß Lars!

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