Samstag, 15. März 2014

Arrrgh, zu früh gefreut

Alle Fahnen nach oben, es herrscht panischer Ausnahmezustand!

Der aufmerksame Leser kennt meine Klausurvorbereitungsunterlagen für das externe Rechnungswesen, nämlich die Alternativskripten von Fernuni-Repetitorium. Der Umfang der Uniskripten war mir einfach zu groß, die Alternative versprach ein gutes Klausurergebnis mit weitaus weniger Aufwand. Nach dem Bearbeiten von ein paar Altklausuren kann ich jetzt aber nur noch eins dazu sagen: Denkste! Die Buchführung klappt noch so halbwegs, aber der Jahresabschluss funktioniert ÜBERHAUPT NICHT..

Dabei ist es nicht so, dass ich den gelernten Stoff nicht beherrschen würde. Nein, ganz im Gegenteil! ABER: Was ich gelernt habe ist teilweise falsch und/oder unvollständig, zudem beinhalten die Beispielaufgaben immer wieder mal einen Rechen- oder inhaltlichen Fehler, sodaß man sich nie so ganz darauf verlassen kann. Trotz allem haben die Fernuni-Repetitorium-Skripten natürlich auch ihre Vorteile, z.B. eine gewisse Bauernschläue und ein verständliches Vokabular.

Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.

Ich kann leider kaum einen Lösungsansatz bilden, ohne nicht bei irgendeinem Detail ins schwimmen zu geraten, weil ich es schlichtweg noch nie gehört habe...und so schramme ich immer wieder am richtigen Ergebnis vorbei. Knapp daneben ist auch vorbei und eine falsche Antwort bleibt nunmal eine falsche Antwort mit null Punkten, da hilft mir alles Grundverständnis nichts.

Was habe ich jetzt noch für Möglichkeiten? 

Für die Uniskripten ist es definitiv zu spät, das bringt jetzt nichts mehr. Nach kurzer Orientierungslosigkeit werde ich jetzt also versuchen, aus der Buchführung und vor allem der Steuerlehre die maximale Punktezahl rauszuholen, um mein prognostiziertes Totalversagen beim Jahresabschluss irgendwie zu kompensieren (und vielleicht kann ich dort ja doch ein paar Punkte rausholen). Verdammt nochmal, ich könnte echt kotzen! Schon beim Statistikteil des Mathemoduls bin ich wieder reumütig bei den Unterlagen der Uni gelandet, in Mathe hatte ich genug Vorwissen, im Buchführungsteil habe ich zusätzlich den Littkemann gelesen, warum sollte es beim Jahresabschluss also anders sein? Wie naiv kann man nur sein!?

Naja gut, was solls, jetzt heißt es das Beste daraus zu machen. Für die Buchführung werde ich - falls Zeit bleibt - noch die Übungen im Littkemann durcharbeiten. Zusätzlich bearbeite ich natürlich die Altklausuren, aber mehr als zwei pro Tag sind absolut nicht drin und selbst da raucht mir schon der Schädel.

A g'mahde Wiesn

Bei uns in Österreich sagt man "a g'mahde Wiesn" zu etwas, das von vornherein relativ klar ist. So würden zum Beispiel immer wiederkehrende Klausurfragen oder Themenkomplexe, also quasi sichere Punkte, eine solche g'mahde Wiesn darstellen. In Wirtschaftsinformatik wären das beispielsweise Gozintografen. Bis jetzt konnte ich so etwas beim externen Rechnungswesen leider nicht identifizieren. Es gibt keine sicheren Punkte in diesem Fach, da vielzuviele mögliche Fallstricke vorhanden sind. Am ehesten könnte man die ehemals verhasste Steuerlehre in diese Kategorie stecken, weshalb sie immer mehr zu meinem Liebkind wird. Wenn es in ReWe halbwegs(!) einfache Punkte zu holen gibt, dann in diesem Bereich.

Und dabei dachte ich, diesmal wäre alles stressfreier...

Kommentare:

  1. Hey Markus,
    bei mir sieht es ein ähnlich im Statistik Bereich aus. Nach ich mich mit unzähliger Literatur bis letzte Woche in das Thema endlich eingearbeitet hatte, struggle ich bei der Bearbeitung der Altklausuren. Ich denke einfach ich werde jetzt alle Klausuren ab den 2000er durchziehen und wenn es für mehr als 50 % reicht ist das schon OK. Da auf der anderen Seite Mathe eigentlich sitzt, ist das wohl machen.

    Bezüglich JA: Sehr sehr viel steht im HGB. Also, im Zweifelsfall kurz da nachlesen und gut ;)

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    1. Hey!

      Die alten Mahe-Klausuren fand ich vom Niveau um einiges schwerer als die rezenten. Um deinen Leistungsstand zu prüfen solltest auf alle Fälle erst die neueren Klausuren ab 2011 bearbeiten. Vielleicht tröstet dich das ein wenig.

      Zum Lesen des HGB bzw, von Gesetzestexten allgemein fehlt mir irgendwie ein Gen. Nach drei Wörtern macht alles zu und ich denke an den nächsten Urlaub oder sonstige schöne Dinge.

      Hast du zufällig eine Liste der wichtigsten HGB-Paragraphen?

      MfG
      Markus

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  2. Hey Markus, da ich faul bin hab ich einfach mal die relevanten und markierten Stellen aus meinem HGB abfotografiert, dazwischen stehen eigentlich alles relevanten Sachen. Solltest du noch konkrete Hilfe benötigen, kann ich dir gerne behilflich sein. Schreib mir doch einfach ne mail an lars punkt kerick at gmail punkt com :)
    Hier meine ext. Rewe Unterlagen: https://www.dropbox.com/sh/tu8d0pe1bo5p6ee/i3yuUsRot4

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